Ausbildung
Die Auszubildenden, die unser Fachseminar nach drei Jahren verlassen, sollen etwas können, nicht nur theoretisch „wissen“. Oder moderner und englisch ausgedrückt: Wir wollen wirkliches Know-how vermitteln, nicht bloßes „Know-that“.
Für die Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger gelten bundesweit einheitliche Ausbildungsbestimmungen. Aber wichtig ist natürlich, wie dieser Rahmen mit Leben, Inspiration und Motivation gefüllt wird. Die Ausbildungsbestimmungen können Sie in unserem Downloadbereich runter laden.
Wir wollen, dass die Altenpflegeausbildung ein wirkliches Verständnis weckt für die Bedürfnisse und Wünsche älterer Menschen. Altenpflege hat das Ziel, durch Pflege ebenso wie durch persönliche Zuwendung dem alten Menschen ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen: Selbstbestimmung, Aktivität und gesellschaftliche Teilhabe, auch bei körperlichen oder geistigen Handicaps. Insbesondere bei verwirrten Menschen ist die Vertrautheit mit der persönlichen Lebensgeschichte wichtig, um ihnen in „ihrer Welt“ angemessen und aufmerksam begegnen zu können.
Wir vermitteln daher nicht nur das ABC der Grund- und Behandlungspflege. Wir wollen auch sensibilisieren für die Fragen, mit denen sich Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der Praxis immer wieder konfrontiert sehen. So sorgen sich die alten Menschen: Was kann ich von meinem bisherigen Leben mitnehmen? Kann mir die Pflege helfen, wieder eigenständiger und unabhängiger zu werden? Wie viel Privatsphäre bleibt mir noch? Oder auch die Fragen und Ängste der Angehörigen. Habe ich meine Mutter/meinen Vater einfach nur „abgeschoben“? Geht es ihnen nun wirklich besser als vorher?
"Alt sein ist ja ein herrliches Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt", so hat es der Religionsphilosoph Martin Buber einmal ausgedrückt. Wir möchten unseren Schülern darin helfen, nicht Pflegefälle, sondern Menschen zu sehen: Und mit diesen Menschen gemeinsam etwas Neues zu beginnen.
Unser Ausbildungsverständnis schlägt sich natürlich auch in der Auswahl unserer Lehrkräfte nieder. Unsere Dozentinnen und Dozenten unterrichten Sie mit dem aktuellsten Praxiswissen, aber auch dem notwendigen Gespür für die dahinter liegenden Fragestellungen.
Erfahrungsberichte
Impressionen aus dem Fachseminar für Altenpflege Geseke
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, sagt man doch so oder ähnlich im Volksmund. In gewisser Hinsicht entspricht das auch der Wahrheit, aber man sollte deshalb nicht gleich das blanke Entsetzen in den Augen bekommen, wenn man so weit ist, seine Ausbildung zu beginnen. Denn in der Ausbildung am Fachseminar für Altenpflege, welches seit neuestem auch als Gesundheitsakademie SMMP bekannt ist, versteht man es, ein hohes Wissens- und Leistungsniveau verknüpft mit lockeren und angenehmen Rahmenbedingungen zu halten. Der Rahmen dieses kleinen Einblicks ist eigentlich zu wenig, um ausreichend darzustellen, wie es hier so ist, aber ich werden versuchen durch ein paar kleine „Anekdoten“ zu veranschaulichen, dass sich eine Ausbildung hier mehr als nur lohnt.
Zunächst wäre es wichtig anzumerken, dass man hier viele interessante, motivierte und ideenreiche Kolleginnen und Kollegen kennen lernt, die alle dasselbe Ziel verfolgen: nämlich das Examen in der Altenpflege. Aber darüber hinaus trifft man hier auch Menschen, die bereits das Examen gemacht haben und im Rahmen einer Weiterbildung erneut das Fachseminar/ die Gesundheitsakademie aufsuchen. So hat man schon in der Ausbildung die Möglichkeit sich darüber Gedanken zu machen, was man nach der Ausbildung gerne machen möchte, denn Angebote gibt es hier mehr als genug.
In der Praxis hat man manchmal das Problem, dass Ideen nicht umzusetzen sind aus den verschiedensten Gründen, was viele dazu verleitet in einen gewissen Alltagstrott zu verfallen und sich nicht mehr so engagiert in die Pflege mit einzubringen. Aber hier im Fachseminar wir einem wieder Kreativität nahe gelegt und die Ideen die man hat mit in die Pflege einzubeziehen. Denn neben den eigenen, meist noch unwirklichen Ideen kommen aus dem Unterricht noch viel mehr, meist konkretere Ideen, die sich in der Praxis weitaus besser umsetzen lassen als zuvor geahnt. Pflege ist weitaus nicht nur das trockene Auswendiglernen von Anatomie und Physiologie des menschlichen Organismus, sondern darüber hinaus ein spontaner und kreativer Prozess im Umgang mit älteren Menschen, was einem am Fachseminar sehr anschaulich verdeutlicht wird.
Die Dozenten sind untereinander unterschiedlicher als sie es kaum sein könnten, was den Lernprozess und die Atmosphäre am Fachseminar nur positiv beeinflusst. Um das ganze noch ein wenig aufzulockern und nicht nur die Arbeit in den Vordergrund zu rücken, sollte man wissen, dass man auch auf spielerische Art und Weise Wissen vermitteln kann, denn auch Spiel und Beschäftigung will gelernt sein. Aber das Leben spielt sich nicht nur im Unterricht ab, denn gerade in den Pausen und zu gegebenen Anlässen zeigt sich. Dass die Ausbildung durchaus viel Spaß mit sich bringt. Es wird sich über die Erfahrungen der Praxis ausgetauscht und auch viel gelacht.
Man hat die Möglichkeit, Festtage entsprechend zu feiern und die Seele auch mal baumeln zu lassen. In dem Sinne hat sich der Kurs VZ 01/08 zu Halloween was ganz Besonderes überlegt. Wir haben uns alle etwas früher getroffen, haben unseren Klassenraum mehr als nur gruselig gestaltet und uns selbst in die kreativsten Kostüme geschmissen, die man nur so finden konnte. Es gibt noch so viel zu berichten, aber man hätte gar nicht genug Zeit und Platz, dies alles hier zu thematisieren, man muss es einfach erleben.
VZ 01/08 Matthias Lakony

